Tahiti  -   Insel der Träume

5 Monate war die Bounty auf Tahiti, kein europäisches Schiff war so lange da. Man fühlt wie die Crew der Bounty. Möchte man da nicht bleiben? 

Zur Geschichte von Tahiti und Ihren Inseln

Nach einer heute anerkannten Theorie kamen die ersten Polynesier, die vor ungefähr 2000 Jahren in grosser Zahl die Pazifikinseln bedsiedelten, aus Südostasien. die Boote dieser kühnen Seeleute, die gute Kenntniesse über Wind, Stömungen und Sterne besassen, waren Doppelpirogen aus Holz und Geflochtenen Fasern. Ihre Reise gegen Osten führte sie zwischen 500v. Chr. und 500 n.Chr. zu den Inselgruppen in der Mitte des Pazifiks. (Cook, Tahiti, und die anderen Gesellschaftsinseln),wo sie sich niederliessen.

Die Folge dieser grossen Migrationswelle, die um 1000 n.Chr. ausklang, war die Entstehung des polynesischen Dreiecks zwischen Hawaii (in Norden), der Osterinsel (im Osten) und Neuseeland ( im Südwesten).

1789 landete dann der Brite James Cook auf Tahiti und erklärte die Gesellschftsinseln zum Besitz der britischen Krone.  Zu dieser Zeit umfasste die Inselgruppe der Herrschftsgebiete mehere Häuptlinge und Könige, die an eine einheitliche, polynesische Kosmogonie mit meheren Gottheiten glaubten. Nach und nach verbreiteten evangelische Missionare den christlichen Glauben, und 1797 gelang es einem Häuptling, mit Hilfe von Europäern die Vorherrschaft zu erlangen und die Dynastie Pomare zu begründen.

Im Laufe der beiden Weltkriege kämpften zahlreiche Bewohner der Inseln an der Seite der Franzosen, und Tahiti schloss sich im letzten Krieg den französischen Winderstandstruppen der France Libre an. 1958 wurde aud den Etablissement Francais d'Océanie Französisch-Polynesien.

In den sechziger Jahren vollzog sich eine Wende in der Geschichte der Insel Tahiti, die in kürzester Zeit einen Sprung in die Modernität machte. Die Einrichtung des Centre d'Expèrimentation du Pacifique im Jahre 1963 zog zahllose Bewohner anderer Inseln an, die erstmals die Vorzüge und Nachteile der Konsumgesellschaft entdeckten. Zahlreiche Firmen wurden gegründet, der Dienstleistungssektor expandierte, und der Lebensstandart stieg.

Die Geschichte in grossen Zügen.

Zwischen 40000 un 3000 v. Chr. gewinnen aus Asien kommende Völker die Inseln des westlichen Pazifiks.

Gegen 4000 v.Chr. verlassen die Vorfahren der Polynesier Süd-Ostasien und ziehen, durch die Inseln des West-Pazifiks, weiter nach Osten, über Vanuatu bis zu den Tonag-und Samoa-Inseln.

Zwischen 150 v. Chr. und 400 n. Chr. besiedeln die Polynesier das heutige Französisch Polynesien. Von hier aus endekten sie Hawaii die Osterinsel und Neuseeland 

1521. Der portugiesische Seefahrer Magelan besiegt als Erster das Kap Horn und endeckt einige Tuamotu-Atolle im von ihm getauften Stillen Ozean.

1595. Der Spanier Mendana entdeckt und benennt die südlichen Marquesas Inseln.

1767. Der Engländer Wallis entdeckt auf einer Weltumsegelung die Inseln Tahiti.

1768. Der Franzose Boungainville, der die erste europäische wissenschaftliche Expedition im Pazifik ausführt, geht in Tahiti vor Anker. Er wird zum Verbreiter des Mythos der Paradies-Insel Tahiti.

1769. Aufenthalt der ersten wissenschaftlichen Expedition des Engländers James Cook in Tahiti. An den zwei folgenden nehemn der deutsche Naturalist Forster und sein Sohn teil.

1789. Nach der Meuterei auf dem Englischen Schiff Bounty lässt sich ein Teil der Mannschaft in Tahiti nieder.

1797. Ankunft der ersten protestantischen Missionare der London Missionary Society.

1804. Die erste wissenschaftliclhe Weltumsegelung der russischen Marine, geleitet von Krusenstern und Langendorf; besucht die Marquesas-Inseln und endeckt weitere Inseln der Tuamotus.

1819. Pomare II, Häuptling eines einflussreichen Stammes von Tahiti, wird zum König gekrönt.

1842. Angesichts der wachsenden Spannung zwischen Engländern und Franzosen, zwischen Protestanten und Katholiken, verkündet der französische Admiral Dupetit-Thouars das französische Protektoriat über das Königreich Tahiti, trotz des Widerstandes der Königin Pomare IV.

1851. Friedrich Gerstäcker verbringt 2 Monate auf Tahiti, der ihn zu meheren Abenteuerromanen inspiriert.

1863. Ankuft der ersten Chinesen, um auf einer Baumwollplantage in Tahiti zu arbeiten.

1877. Gründung der Deutschen Handels-und Plantagengesellschaft der Südseeinseln, die bis 1914 eine wichtige Rolle auf Tahiti und den Marquesas-Inseln spielt.

1880. Die von König Pomare V. unterzeichnete Annexionsakte macht aus den Gesellschaftsinseln die Etablissements francais dde l`Océnie - EFO  ein Kolonie der französischen Republik.

1897. Der deutsche Ethnologe Karl v.d. Steinen studiert die Kultur und besonders die Tätowierungen der Marquesaner, die dank seiner Aufzeichnungen der Nachwelt erhalten sind.

1903. Tod des französischen Malers Paul Gaugin auf der Marquesas-Insel Hiva Oa.

1915. Graf v. Luckners Seeadler sinkt in Mopelia, einem Atoll unweit von Bora Bora. Sein vermeintlicher Schatz lockt viele Taucher an.

1942. Bora Bora wird zum amerikanischen Stützpunkt gegen die Japaner.

1946. Die EFO werden zum Uebersee-Territorium: alle Polynesier erhalten die französische Nationalität.

1947. 90 Tage nach der Abfahrt von Peru strandet Thor Heyerdahls Balsafloss Kon Tiki auf der Tuamotu-Insel Raroia und beweist somit die Möglichkeit vorgeschichtliclher Kontakte der polynesier mit dem amerikanischen Kontinent.

1958. Aus den EOF wird Französisch Polynesien.

1961. Einweihung des internationalen Flughafens von Tahiti-Faaa: Der Film Meuterei auf der Bounty war auch Massgebend für den bau der Flugpiste.

1966. Erster Atomversuch auf Moruroa, einem 1200 km südöstlich von Tahiti gelegenen Atoll.

1973. Die Chinesen Französisch Polynesiens werden zu französischen Staatsbürgern.

1984. Französisch Polynesien erhält den Status interner Autonomie; Frankreich ist weiterhin für öffentliche Ordnung, Justiz, Währung und Aussenpolitik verantwortlilch.

1996. Frankreich stellt die Atomversuche auf Moruroa ein.

2004. Französisch Polynesien wird ein französisches Uebersee-Land.

 

Bei jedem Besuch wir die Sehnsucht grösser, wer dort war, wird vom Südseevirus befallen.

 

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